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Infrarot-Metrologie | Thermografie

Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, um Oberflächentemperaturen darzustellen. Der große Vorteil liegt in der visuellen Darstellung von Temperaturunterschieden.

Erst mit entsprechender Software können thermografische Aufnahmen in ein visuell verwertbares Bild
(Thermogramm) erstellt werden. Mit modernen IR-Kamerasystemen ist die Thermografie ein präzises, schnelles und über große Entfernung berührungsloses Messprinzip.

IR Messung Halde, Wärmenester
IR Messung Wärmenester Halde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einsatzgebiete der IR Thermografie

 

Gebäude - Thermografie
Industrie  - Thermografie
Elektro    - Thermografie

Energie-Audit

Brandschutz

 

 

Gebäudethermografie | Feuchteschäden

Gebäudethermografie
Bei der Gebäudethermografie wird die von einem Bauwerk ausgehende Wärmestrahlung erfasst und auf einem Thermogramm in unterschiedlichen Temperaturbereiche abgebildet. Dies ermöglicht den energetischen Zustand eines zu untersuchenden Gebäude(teils) zu beurteilen und Schwachstellen (z.B. Wärmebrücken Dichtungs- und Dämmfehler) oder andere Mängel zu erkennen. Zudem sind Lage oder Verlauf von Wasserleitungen, Heizungsleitungen, Fußbodenheizleitungen sowie die Wärmeverteilung in Heizkörpern abbildbar.
Mit der Auswertung der Thermogramme können insbesondere Abweichungen an verdeckten Bauteilen erkannt, und damit Energieverluste ermittelt werden.

Feuchteschäden
Weiterhin können mit der IR Technik im Bereich der Gebäude ebenso Feuchtigkeit in Bauteilen, wie z.B. undichte Flachdächer, durchfeuchtetes Mauerwerk, Rohrbrüche, Undichtigkeiten oder Schimmel detektiert werden.

 

Schimmelpilzbefall
Eine Schimmelpilzbildung hängt entscheidend von den inneren Oberflächentemperaturen und der relativen Luftfeuchtigkeit ab. Die kritische Oberflächentemperatur zur Auslösung einer Schimmelpilzbildung bei 20 °C Raumlufttemperatur und 35 % relativer Raumluftfeuchte liegt bei etwa 7,3 °C. Bei einer relativer Raumluftfeuchte von 70 % darf die kritische Oberflächentemperatur 17,9 °C nicht unterschreiten.
Werden kritischen Oberflächentemperaturen unterschritten, können an den jeweiligen Bauteiloberflächen die relative Luftfeuchte von 80 % überschritten werden, womit ein Schimmelpilzbefall ausgelöst werden kann.

Grundlagen

Eine der Grundgrößen des Internationalen Einheiten Systems ist die Temperatur. Sie ist neben dem Druck und der Konzentration die dritte der sogenannten Zustandsgrößen, welches den Energiegehalt eines Systems eindeutig bestimmt. Für jedes System gibt es bei den definierten Zustandsgrößen Druck, Temperatur und Konzentration nur einen stabilen Zustand, dem energieärmsten Zustand. Diese stabile Lage verlässt ein System nur bei Veränderung der Zustandsgrößen. Steht ein Körper im Energieaustausch mit seiner Umgebung, verändert sich die Temperatur des Körpers und der Umgebung bis zur Einstellung eines neuen Gleichgewichts.

Grundsätzlich sendet jede Oberfläche, unabhängig vom Aggregatzustand der betrachteten Materie eine elektromagnetische Strahlung, die sogenannte Temperaturstrahlung aus. Diese Strahlung breitet sich im freien Raum als transversale Welle geradlinig mit Lichtgeschwindigkeit aus. Alle Strahlungen welche das elektromagnetische Spektrum bilden, unterscheiden sich nur in der Amplitude, der Frequenz und in ihrem Polarisationszustand untereinander. Dabei sind ihre Intensität (Amplitude) und Wellenlänge ausschließlich von der Temperatur abhängig. Das Produkt aus Wellenlänge und Frequenz ist stets die Lichtgeschwindigkeit.
Die Temperaturstrahlung oder Wärmestrahlung entsteht somit aus dem inneren Energiezustand einer Materie.

Bei Feststoffen und Flüssigkeiten sind im wesentlichen die Schwingungen im Raumgitter bzw. der Molekülverbände für die Intensität der Strahlung ausschlaggebend. Bei Gasen wird durch die Rotation, Schwingungen und Geschwindigkeitsenergie der einzelnen Atome, bzw. Moleküle der Energiezustand bestimmt.

Die Intensität der Wärmestrahlung von Festkörpern sowie Flüssigkeiten weist ein gleichmäßiges Spektrum von Wellenlängen auf, welches sich kontinuierlich vom sichtbaren in den fernen Infrarotbereich erstreckt. Während Gase nur in bestimmten engen Wellenlängenbereichen Strahlung aufweisen.

 

 

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